Schweizerischer Verband der Akademikerinnen
Association Suisse des Femmes Diplômées des Universités

SAVE THE DATE

Die nächste UWE Tagung findet vom 24.-27. August 2017 in Graz statt, einer historisch interessanten Stadt in Österreich nahe den Grenzen zu Slowenien und Italien.

Das UWE Meet and Greet wird im Mai 2017 in Syrakus auf Sizilien stattfinden. Das genaue Datum wird noch bekanntgegeben.

Mehr Informationen zu UWE finden Sie unter https://uweboard.wordpress.com.

UWE-Konferenz und Delegiertenversammlung 2016 in Winchester (UK)

From Aspiration to Inspiration to Achievement- Vom Ziel über die Inspiration zum Erfolg

von Gertude Nottaris, CER

 

Die Jahreskonferenz des University Women of Europe (UWE) fand dieses Jahr vom 24.- 27. Juni in Winchester (UK) statt – die Engländerinnen haben sie vorbildlich organisiert. Ungefähr 84 Vertreterinnen aus zehn der dreizehn Ländern, die Mitglied der UWE sind, nahmen teil.

Die Delegiertenversammlung verlief dieses Jahr recht diszipliniert. Im Präsidium waren die Präsidentin Edith Lommerse, die Vizepräsidentinnen Isabelle Trimaille (Frankreich)  und  Flavia Berlingheri (Italien) und die Generalsekretärin Roxana Petrescu vertreten.

Der Jans-Gremme Award wurde verliehen an Dr. Elisabeth Poskitt aus Grosbritannien. Sie war Kinderärztin und ist ehemalige Präsidentin der BFWG  (British Federationof Women Graduates) und der GWI (damals IFUW).

Das Quorum für die Wahlen wurde auf 14 Stimmen festgelegt.

Die Kassierin Elina Glenday (Finnland) wird abgelöst durch Annelies Pierrot - Bults (Holland/ Spanien). Diese und die Abrechnung wurden einstimmig gewählt bzw.  angenommen. Die Französin Isabelle Trimaille, Vizepräsidentin von UWE, vertritt den Verband weiterhin im Europarat in der European Women's Lobby (EWL) und in der Conference of International Non-Governmental Organisations (INGO). Das UWE Mitglied Anne Nègre ist Gender-Expertin im Europarat. Die Reports des Präsidiums wurden einstimmig akzeptiert

 

Mitglieder – NFA’s:

Die Themen sind in allen Ländern ähnlich:

  • gleiche Bezahlung
  • Spenden- und Unterstützungsaktionen  für junge Akademikerinnen und solche in Not
  • Hilfe für Flüchtlinge
  • STEM (Science Technology Engineering and Mathematics) – Naturwissenschaften
  • Schutz gegen Gewalt und Vergewaltigung
  • Entwicklung der Mitgliederzahlen

Eine BFWG Ehrenmitgliedschaft wurde an Frau Dr. Sheila Stevens (ehem.VP) für langjährige Verdienste verliehen.

Die UWE Beiträge 2016 wurden mit 0.8 €  einstimmig festgelegt.

Diskussion UWE - GWI, Constitution and By-Law

Wie kann UWE die europäischen Akademikerinnen in Zukunft vertreten, wenn die nationalen Verbände austreten?

Es wird daran erinnert, dass die Verbände die Interessen der Akademikerinnen vertreten sollen, und nicht umgekehrt. Finnland, Frankreich, Spanien, und Rumänien sehen das als Existenzfrage. Auch Schottinnen, Engländerinnen und Irinnen befürchten Mitgliederverluste. Italien, Österreich und der Schweiz ist die GWI wichtig.

Der Präsidentin wird einstimmig eine Vollmacht erteilt, im Notfall Massnahmen zur Anpassung der Statuten mit den NFA’s auch ausserhalb der Jahresversammlungen abzustimmen – falls die Existenz von UWE und der GWI bedroht ist. Damit würde eventuell eine UWE Mmitgliedschaft auch ohne Mitgliedschaft in der GWI möglich. Man befürchtet eine Zahlungsunfähigkeit der GWI.

Die Vorträge und Workshops beschäftigen sich mit Funding, Blue web in der niederländischen Polizei,  Rumänische Akademikerinnen im oberen und mittlerem Management, „Träumen wagen -  die Reise von der Zielsetzung  zum Erfolg“  (dies wurde mit grossem Erfolg und Beifall als gemeinsamer Workshop im Plenum inszeniert), Arbeit der Akademikerinnen im Europäischen Parlament (der britische Beitrag war leider ein wenig unter dem Eindruck von Brexit am 27.6.2016).

Wie im Vorjahr wurde uns durch die Engländerinnen ein sehr schönes  Rahmenprogramm angeboten, mit Jane Austen, einem Besuch von Nelsons Flaggschiff Victory (Schlacht von Trafalgar), einer Hafenrundfahrt und dem Besuch des beeindruckenden Portchester Castle, das auf die römische Zeit zurückgeht und Sitz der englischen Königen vor der normannischen Übernahme war .

 

Bericht der UWE-Konferenz und Delegiertenversammlung 2015 in Utrecht (NL) - The Art of Networking

von Karoline Dorsch, CIR

 

Die Jahreskonferenz des University Women of Europe (UWE) fand dieses Jahr vom 27.- 30. August in Utrecht (NL) statt - die Holländerinnen haben sie vorbildlich organisiert. Ungefähr 100 Vertreterinnen aus 13 der 17 Länder, die Mitglied der UWE sind, nahmen teil.

Die Delegiertenversammlung verlief dieses Jahr recht diszipliniert. Die Präsidentin Edith Lommerse wurde einstimmig und mit grossem Applaus wiedergewählt für weitere zwei Jahre. Staub wirbelte aber der Vorschlag für ein Jobsharing für die Position der Generalsekretärin auf. Die Idee wurde schliesslich verworfen, da die Statuten ein Jobsharing nicht vorsehen. Mit grosser Mehrheit wurde Roxana Petrescu aus Rumänien als neue Generalsekretärin gewählt, die seit 2014 Public Relations Coordinator für UWE ist.

Die im Vorjahr wegen Fehlern zurückgewiesene Jahresrechnung war zur Zufriedenheit der Revisorinnen korrigiert worden, und die diesjährige Jahresrechnung gab keinen Anlass zu Kritik. Die finanzielle Basis der UWE ist solid. Der sehr niedrige Mitgliederbeitrag von EUR 0.46 pro Person bleibt gleich. Allerdings tragen die Mitglieder des Vorstandes viele Kosten selbst, wie zum Beispiel diejenigen von Reisen. Die Delegierten dankten der Kassierin Auli Ojala für ihre grosse Arbeit während der letzten drei Jahre. Neu gewählt wurde ohne grosse Diskussion die Finnin Elina Glenday.

Dieses Jahr wurde der Jans Gremmée Award wieder vergeben, und zwar an die Finnin Dr. Raija Sollamo, Honorarprofessorin für biblische Sprachen, für ihre führende und unermüdliche  Rolle im EU Projekt "Domestic Violence Met by Educated Women".

Die Französin Isabelle Trimaille, Vizepräsidentin von UWE vertritt den Verband weiterhin im Europarat in der European Women's Lobby (EWL) und in der Conference of International Non-Governmental Organisations (INGO). UWE Mitglied Anne Nègre ist Gender Expert im Europarat.

Interessant sind die Mitgliederzahlen des UWE: An der Spitze stehen die Holländerinnen mit 3410 Mitglieder, gefolgt von Finnland (1040 Mitglieder), der Türkei (998 Mitglieder) und an 4. Stelle folgt schon die Schweiz mit 658 Mitgliedern (Stand April). Laut Berichten der einzelnen Mitgliedsländer anlässlich der Delegiertenversammlung sind aber auch Verbände aus Ländern mit wenigen Mitgliedern, wie Irland oder Spanien, sehr aktiv, beispielweise mit  Mentoring, Stipendien und Fundraising. Generell kämpfen aber fast alle mit den gleichen Themen wie wir in der Schweiz, unter Anderem der Überalterung der Mitglieder.   

Graduate Women International (GWI) war dieses Jahr durch Danièle Castle, Executive Director, vertreten. Sie referierte über die Aktivitäten und Visionen ("change the life of girls and women") von GWI und betonte die Wichtigkeit aller Mitglieder und das daraus resultierende Netzwerk. Wegen der schlechten finanziellen Situation ist Fundraising momentan ein wichtiges Thema im GWI, es braucht aber einige Zeit, bis sich da ein Erfolg zeigt.

Das Thema der diesjährigen Konferenz war "The Art of Networking", und es gab drei sehr interessante und anregende Vorträge zu diesem Thema. So erzählte Catherine Royle  (früher Botschafterin in Venezuela und Afghanistan und jetzt Advisor bei der Nato) mit viel Humor über ihre Erfahrungen mit dem Nutzen von Networks. Die Qualität der anschliessenden Workshops war unterschiedlich, aber führte immer zu engagierten Diskussionen und ermöglichte eben das Networking.

Wie im Vorjahr in Rumänien wurde uns durch die Holländerinnen ein sehr schönes Rahmenprogramm angeboten mit dem Cultural Early Music Festival, Besuch der Stadt Utrecht inklusive Fahrt durch die Grachten sowie einer Führung und Nachtessen im Drehorgelmuseum mit Vorführung von zum Teil sehr kostbaren und riesigen Drehorgeln.

Die nächste UWE Tagung findet vom 24.-26. Juni 2016 in Winchester (GB) statt, einer historisch interessanten und hübschen Stadt in Südengland.

Mehr Informationen zu UWE finden Sie unter https://uweboard.wordpress.com

 

Bericht der UWE-Konferenz 2014 in Bukarest, Rumänien

Der SVA hat momentan keine offizielle Delegierte beim europäischen Verband der Akademikerinnen (UWE, University Women of Europe), deshalb haben uns Elsbeth von Navarini und Karoline Dorsch als Delegierte vertreten. Hier finden Sie ihre Berichte:

UWE Delegiertenversammlung 2014

von Elsbeth von Navarini, Kassierin SVA

Die Delegiertenversammlung des Europäischen Verbandes der Akademikerinnen UWE vom Sonntag, dem 7. September 2014 in Bukarest verlief um einiges professioneller als im letzten Jahr in Istanbul, aber turbulent war sie allemal. Von den 17 Mitgliedsländern waren deren 12 vertreten. Der Schweizerische Verband der Akademikerinnen (SVA) hatte zwei Delegierte gestellt.

Unter der Leitung von UWE-Präsidentin Dr. Edith Lommerse ging die Wahl der beiden neuen Vizepräsidentinnen problemlos über die Bühne. Gewählt sind die französische Anwältin Isabelle Trimaille und die italienische Unterwasser-Archäologin Elena Flavia Castagnino. Sie ersetzen Vera John-Mikolajewski und Marie-José Jonczy, die während der letzten sechs Jahre die Beziehungen der UWE zum Europarat und zum European Women’s Lobby (EWL) mit grossem persönlichem Einsatz gepflegt haben.

Der Jans Gremmée Preis wurde nicht vergeben, weil keine passende Kandidatin gefunden werden konnte.

Die von der Kassierin Auli Ojala präsentierten Bilanz- und Rechnungsergebnisse 2013 wurden zurückgewiesen, da beide fehlerhaft waren, obwohl sie von einem finnischen Treuhandbüro revidiert worden sind. Bis in etwa zwei Monaten soll eine korrigierte Bilanz- und Rechnungsversion vorliegen, die dann von Revisorinnen mit Wohnort in Holland und Rumänien begutachtet werden soll.

Alle Jahre wieder das Thema Mitgliedergebühren…. Die bereits an der UWE-Konferenz in Antalya 2011 vom finnischen Verband eingebrachte Forderung nach einer Halbierung der Gebühren wurde diesmal angenommen. Die Mitgliedergebühren betragen in Zukunft nur noch ca. EUR 0.46 per capita!

Zu den geladenen Gästen zählte auch IFUW-Präsidentin Catherine A. Bell. Sie referierte über den Wandel im internationalen Verband und betonte, dass die IFUW grosses Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem europäischen Verband hätte. Konkrete Projektvorschläge fehlen jedoch bisher. Dem internationalen Verband IFUW wurde bei der Diskussion unter anderem vorgeworfen, dass er zu sehr auf die Dritte Welt ausgerichtet sei und an Europa und den Problemen der europäischen Akademikerinnen nicht wirklich Interesse habe.

Wie jedes Jahr haben die CRE von einigen Mitgliedstaaten die letztjährigen Verbandsprojekte vorgestellt. Da die Schweiz zurzeit keine CRE hat, wies die Schweizer Delegation darauf hin, dass der Verband 2013/14 einige wichtige interne Projekte durchgeführt hätte, u.a. die Einführung eines neuen Logos und Internetauftritts, die Organisation von Jubiläumsfeiern „90 Jahre SVA“ auf Sektions- und Landesebene und die Bestellung eines verjüngten, dynamischen  Vorstands.

Für die nächste UWE-Konferenz sowie das in diesem Jahr eingeführte „Meet and Greet Event“ liegen Einladungen vom DAB in Deutschland, vom FFUW in Finnland und notfalls auch nochmals vom VVAO in Holland vor.  

UWE Jahreskonferenz 2014

von Karoline Dorsch, CIR

Über 70 Mitglieder des europäischen Verbandes der Akademikerinnen (University Women of Europe, UWE) nahmen vom 4.-7. September 2014 an der Jahrestagung des UWE in Bukarest teil.

Hauptthema der Konferenz war „Quality Education for All in Europe“. So gab die Rumänin Monica Marcovei, Mitglied des Europarates und Präsidentschaftskandidatin, einen Einblick in die Ziele (und Probleme) der Ausbildung in Rumänien und Europa, und von Ana Gorey erhielten wir einen Überblick über das europäische Schulsystem.

Catherine Bell, die Präsidentin des internationalen Verbandes IFUW (International Federation of University Women) sprach über die Zukunft des IFUW und die Vorteile der Zusammenarbeit mit dem UWE, beispielsweise um in Europa allen Mädchen und Frauen eine sekundäre und tertiäre Ausbildung zu ermöglichen. Die UWE-Präsidentin Edith Lommerse betonte noch einmal die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen IFUW und UWE.

In Workshops wurden unter anderem die Themen „Frauen in Führungspositionen (Women on Boards)“, „Unterstützung der Istanbul Konvention (Support Istanbul Convention)“, sowie „Kooperation und Kommunikation (Cooperation and Communication)“ behandelt. In einem Workshop, geleitet von der in Bukarest zur Vizepräsidentin des UWE gewählten Elena Flavia Castagnino, wurde ein italienisches Projekt diskutiert, bei dem auf Volksschulstufe Kunstgeschichte in einer zweiten Fremdsprache unterrichtet werden soll – ähnlich der Immersion in unseren Gymnasien. Dies ist an und für sich eine interessante Idee, aber mit zwei Wochenstunden scheint es mir recht schwierig, dass SchülerInnen eine Sprache lernen können.

Ganz sicher boten die Workshops viele Anregungen und vor allem auch einen Einblick, was in anderen europäischen Ländern läuft. 

Die Tagung wurde durch den sehr kleinen rumänischen Verband der Akademikerinnen gut und aufwendig organisiert. Die Tagung fand in der modernen neuen Nationalbibliothek statt; wir wurden sehr grosszügig verpflegt und genossen ein interessantes Rahmenprogramm mit Stadtführung, Folklorevorführung und einem festlichen rumänischen Essen – die rumänische Gastfreundschaft kam voll zum Zuge, wenn auch sonst nicht immer ganz alles klappte. Sehr spannend war natürlich auch, mit den lokalen Mitgliedern näher ins Gespräch zu kommen und die zweitägige Reise nach Siebenbürgen. Ein Ziel der Rumäninnen war, Vorurteile über Rumänien abzubauen, und das ist ihnen ganz sicher gelungen. Natürlich kann ich mir nach dieser kurzen Zeit in Rumänien nicht erlauben, gültige Urteile zu fällen. Jedenfalls hat sich für mich das Meeting sehr gelohnt, und ich denke, der UWE spielt im Sinne des europäischen Dialogs sicher für uns Schweizerinnen als Nicht-EU-Mitglieder eine wichtige Rolle.



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