Schweizerischer Verband der Akademikerinnen
Association Suisse des Femmes Diplômées des Universités

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Der SVA im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS)

Schweizerischer Verband der Akademikerinnen (SVA)

Association Suisse de Femmes Diplômées des Universités (ASFDU)

Associazione Svizzere delle Laureate (ASL)

Associaziun Svizra da las Academicras (ASA)

Der Schweizerische Verband der Akademikerinnen (SVA) ist das bedeutendste nationale, disziplinübergreifende Netzwerk von Hochschulabsolventinnen. Der SVA gehört der internationalen Organisation «Graduate Women International» (GWI, ehemals International Federation of University Women, IFUW) an. Er ist zudem seit 1949 Mitglied im Bund Schweizerischer Frauenorganisationen (BSF, heute alliance F).

1919 hatten sich drei amerikanische und eine britische Akademikerinnenvereinigung zur IFUW zusammengeschlossen. In der Schweiz hatten sich zwar bereits um die Jahrhundertwende Netzwerke gebildeter Frauen entwickelt (wie etwa der Verein «Frauenbildungs-Reform»), es war jedoch die Entstehung der internationalen IFUW, die die Gründung eines nationalen Verbandes provozierte. Auf einer England-Reise hatte die Genfer Ärztin Mariette Schaetzel 1923 die damalige IFUW-Generalsekretärin Theodora Bosanquet getroffen, die sie zur Gründung eines Schweizer Verbandes animierte. Überzeugt von diesem Vorschlag trat Schaetzel mit der Genfer Advokatin Nelly Schreiber-Favre in Kontakt. Am 31. Oktober 1923 fand ein erstes Treffen zusammen mit einer bereits bestehenden Gruppierung von Berner Akademikerinnen um die Pädagogin und Frauenrechtlerin Anna Louise Grütter statt. Schreiber und Schaetzel gründeten darauf die «Association Genevoise de Femmes Universitaires», in Bern entstand der «Vereinigung bernischer Akademikerinnen». Schaetzel regte zudem die Gründung von weiteren Ortsgruppen in Basel und Zürich an. Im Winter 1923/24 entstanden so in kurzer Zeit vier lokale Vereinigungen, die sich am 22. März 1924 zur konstituierenden Versammlung des SVA einfanden. An der ersten Generalversammlung im Oktober 1924 wurde Schreiber-Favre zur Präsidentin, Schaetzel zur Generalsekretärin ernannt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verband bereits 220 Mitglieder. Aus den 1925 revidierten Statuten treten als Ziele die nationale und internationale Vernetzung (insbesondere durch die Mitarbeit in der IFUW) und die Pflege freundschaftlicher Beziehungen, aber auch die Förderung der wissenschaftlichen Arbeit und der Berufsinteressen von Akademikerinnen hervor. Diese friedens- und gleichstellungspolitischen Zielsetzungen sind kontinuierliches Anliegen des SVA geblieben.

Der SVA definierte sich von Anfang an als politisch, kulturell und konfessionell unabhängige Organisation. Mitglied werden konnte jede in der Schweiz lebende Frau, die einen Studienabschluss im In- oder Ausland vorweisen konnte. Auch Auslandsschweizerinnen konnten eine Mitgliedschaft beantragen, sofern in ihrem Wohnland kein Nationalverband der IFUW bestand. Die Mitgliederzahl wuchs bis in die 1980er Jahre auf rund 1500 Mitglieder, in den folgenden Jahrzehnten ist sie bis auf die knappe Hälfte gesunken.

Der SVA ist als Verein mit einem Zentralvorstand und ihm angeschlossenen Ortsgruppen resp. «Sektionen» nach föderalistischen Prinzipien organisiert. Als Sitz gilt jeweils der Wohnort der amtierenden Präsidentin. Oberstes Organ ist die in der Regel jährlich stattfindende Delegiertenversammlung mit Vertreterinnen aus allen Sektionen. Diese wählt den Zentralvorstand, behandelt Anträge der Sektionen, bestellt übergreifende Kommissionen und prüft die Jahresrechnungen und Tätigkeitsberichte.

Zu den Ursektionen Genf, Bern, Basel und Zürich kamen in den Jahren nach der Gründung die Sektionen Waadt (2.12.1924), Neuenburg (29.10.1925) und St. Gallen (29.01.1931) hinzu. Die Gründungen der Sektionen Zentralschweiz, Freiburg, Schaffhausen, Graubünden, Aargau und Solothurn wurden um 1970 von der damals amtierenden Präsidentin des SVA, Lydia Benz-Burger, motiviert. 1973 folgte die Gründung der Sektion Wallis, 1986 die der Sektion Tessin. Bis heute haben sich insgesamt sechs der Sektionen wieder aufgelöst (Neuenburg 1976, St. Gallen 1991, Aargau 1998, Schaffhausen 1993, Wallis Ende der 1980er Jahre und Tessin Mitte der 1990er Jahre).

Der SVA arbeitet seit seiner Gründung eng mit seiner internationalen Dachorganisation, der International Federation of University Women (heute: Graduate Women International) zusammen. Nur fünf Jahre nach seiner Gründung organisierte der SVA 1929 den internationalen Kongress der IFUW in Genf. 1950 fand die internationale Versammlung erneut in der Schweiz, dieses Mal in Zürich und Basel, statt. In diesem Jahr entstand ebenfalls die Kommission Internationale Beziehungen (CRI) des SVA, die bis heute die Beziehungen zu den GWI und anderen Institutionen pflegt. Anfang der 1970er Jahre wurde zudem der Geschäftssitz der IFUW nach Genf verlegt. 2019 wird der internationale Kongress der GWI erneut in Genf stattfinden.

Der Zweite Weltkrieg stellte einen zentralen Einschnitt in die Aktivitäten des international vernetzten und aktiven SVA dar. Von 1933 an baten die ersten deutschen Akademikerinnen den SVA um Mithilfe bei der Beantragung von Asyl in der Schweiz, die sie auch erhielten. Die SVA-Präsidentin Mariette Schaetzel begann in ihrer Amtszeit (1938-41) zudem einen Fonds für geflüchtete Akademikerinnen aufzubauen. Daraus entwickelte sich später der von den GWI verwaltete Hegg Hoffet Fund, der seit 1968 den Namen der Psychologin und Nachfolgepräsidentin von Schaetzel, Blanche Hegg-Hoffet trägt.

Seinem Ziel, die Berufsinteressen von Akademikerinnen zu fördern, kam der SVA u.a. 1929 mit der Gründung der «Kommission für Berufsinteressen» nach, die statistisches Material bereitstellte und zeitweise auch Stellenvermittlung betrieb. Ebenso gehörten die Verleihung und Vermittlung von Forschungsstipendien zu den Aufgaben des SVA. Aus den Reise- und Stipendienfonds, die teilweise auch in der IFUW eingebunden waren, entstand 1994 die Stipendienstiftung, die 2016 aufgelöst wurde. Einzelne Sektionen verleihen bis heute noch Preise für wissenschaftliche Arbeiten.

Zu den wichtigsten Aktivitäten des SVA gehört seine Öffentlichkeitsarbeit. Hier ist insbesondere die Beteiligung an der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit SAFFA 1928 zu nennen, wo der SVA an der Gesamtorganisation mitwirkte und verschiedene Räume zum Thema «Die Frau in der Wissenschaft» bespielte. 1939 war der SVA auch an der Landesausstellung (Landi) am «Pavillon der Schweizerfrau» beteiligt, 1958 wirkte er an der zweiten Durchführung der SAFFA erneut mit. Der SVA beteiligte sich weiter an der nationalen Forschungsausstellung Heureka 1991. Die Öffentlichkeitsarbeit umfasst weiter Publikationen, wie etwa die frühe Bestandsaufnahme «Das Frauenstudium an den Schweizer Hochschulen» von 1928 oder eine Reihe von Informationsblättern zu verschiedenen Berufen. Hinzu kommen weitere Aktionen: Liselott Schucan-Grob, die den SVA von 1962 bis 1965 präsidierte, ermunterte etwa in einem «Brief an Maturandinnen» («Lettre aux bachelières») junge Frauen zu einem Hochschulstudium.

Die Kommunikation und Information innerhalb des SVA beschränkte sich bis in die 1950er Jahre hinein auf jährliche, zeitweise dreijährliche Tätigkeitsberichte, hinzu kamen einzelne Informationsschriften, etwa das «Aperçu» der «Kommission für Fraueninteressen». 1954 erschien zum ersten Mal das «Bulletin» des SVA. Koordiniert durch verschiedene Redaktorinnen und die Bulletin-Kommission dokumentiert es – heute zusammen mit dem elektronischen Newsletter und der Homepage – die wichtigsten Aktivitäten des SVA.

Die statuarisch festgelegte politische Neutralität des SVA stellt bis heute weder für den Zentralvorstand noch die Sektionen ein Hindernis dar, mit gleichstellungs- und bildungspolitischen Anliegen auf kantonaler und nationaler Ebene vorzutreten oder sich in Versammlungen über aktuelle politische Fragen auszutauschen. So verfasste der Zentralvorstand etwa 1935 einen Protestbrief an den Bundesrat und die Gesundheitsdirektionen aller Kantone, nachdem der Schweizer Apothekerverband eine Beschränkung der Studienplätze für Pharmaziestudentinnen gefordert hatte. Viele der SVA-Mitglieder engagierten sich weiter für das Frauenstimm- und Wahlrecht. Nach dessen Einführung auf eidgenössischer Ebene (1971) befanden sich unter den gewählten Parlamentarierinnen mehrere Angehörige des SVA. Auch in den letzten Jahren agierte der Verband politisch, u.a. ist der SVA Teil der Frauenallianz zur Lohngleichheit zwischen Mann und Frau (Equal Pay Day).

Präsidentinnen des SVA

Name

Amtsjahre

Doris Boscardin

2016-

Anita Haldemann

2014-2016

Verena Welti

2008-2014

Ursulina Mutzner

2002-2007

Catherine Bandle

1996-2002

Marise Paschoud

1995-1996

Franziska De Souza-Del Vecchio

1992-1995

Nicole Grin

1989-1992

Gertrud Forster

1986-1989

Huguette de Haller-Bernheim

1983-1986

Isabell Mahrer

1980-1983

Elisabeth Lardelli-von Waldkirch

1977-1980

Simone Wildhaber-Creux

1974-1977

Helen Pfister-Maguin

1971-1974

Lydia Benz-Burger

1968-1971

Berthe Lang-Porchet

1965-1968

Liselott Schucan-Grob

1962-1965

Helene Thalmann-Antenen

1959-1962

Elisabeth Fauconnet-Baudin

1956-1959

Marguerite Henrici-Pietzcker

1953-1956

Anne-Marie Du Bois

1950-1953

Alice Keller

1947-1950

Blanche Hegg-Hoffet

1941-1947

Mariette Schaetzel

1938-1941

Jeanne Eder-Schwyzer

1935-1938

Antoinette Quinche

1932-1935

Ruth Speiser

1929-1932

Nelly Schreiber-Favre

1924-1929

Literatur und Quellen (Auswahl)

Der grösste Teil des SVA-Archivs ist in der Gosteli Stiftung in Worblaufen unter der Signatur AGoF 133 einsehbar. Weitere Bestände befinden sich u.a. im Schweizerischen Wirtschaftsarchiv (SWA), dem Frauenkulturarchiv Graubünden sowie dem Genfer Staatsarchiv.

Vincenz, Bettina (2011): Biederfrauen oder Vorkämpferinnen? Der Schweizerische Verband der Akademikerinnen (SVA) in der Zwischenkriegszeit. Baden: hier + jetzt Verlag für Kultur und Geschichte.

Benz-Burger, Lydia; Lang-Porchet, Berthe (Hg.) (1974): 50 Jahre SVA 1924-1974. Schweizerischer Verband der Akademikerinnen. Zürich: Juris Druck + Verlag.

Dieser Text entstand im Rahmen einer Recherche für das Historische Lexikon der Schweiz HLS und wird demnächst auch online unter http://www.hls-dhs-dss.ch/ abrufbar sein.

Zur Autorin:

Alessandra Widmer M.A., hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet aktuell als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung (IZFG) der Universität Bern.

Vernehmlassung Kinderdrittbetreuungskosten

Der SVA hat es sich zum Ziel gesetzt, in Vernehmlassungsverfahren, welche die Verbandsziele und seine Mitglieder direkt betreffen, Stellung zu nehmen. In Übereinstimmung mit alliance F begrüssen wir das Ziel der Vorlage, negative Erwerbsanreize im Steuersystem zu beseitigen, dem inländischen Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Die Abzugsfähigkeit der Drittbetreuungskosten ist ein wichtiges Element, jedoch nur eines von vielen, um die Gleichstellung der Frauen im Erwerbsleben zu erlangen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie überhaupt erst zu ermöglichen. Für viele Frauen in der Schweiz ist das immer noch nicht Realität.

Vernehmlassung Kinderdrittbetreuungskosten

Archivierung der SVA-Akten im Gosteli-Archiv

Nach dem Tod der Stifterin Marthe Gosteli geht dem Archiv das Geld aus und es wird nach einer dauerhaften Lösung gesucht, siehe untenstehende Medienmitteilung des SVA vom 26.5.2017. Die SVA-Akten gehören zu den umfangreichsten des Gosteli-Archivs. Für eine fachgerechte und kostensparende Archivierung der SVA-Akten werden die Sektionen gebeten, das SVA-Grundlagenpapier (PDF, 537 KB) und das Merkblatt des Gosteli-Archivs (PDF, 273 KB) zu befolgen.

Für den Erhalt des Gosteli-Archivs

"Der Bund" vom 26. Mai 2017 gibt dem wichtigen Archiv der Schweizer Frauengeschichte eine Plattform, auch die Schweizer Akademikerinnen kommen zu Wort. Den Artikel finden Sie hier.

Die Schweizer Akademikerinnen bangen um das Gosteli-Archiv

Medienmitteilung vom 26. Mai 2017

 

Nach dem Tod von Marthe Gosteli ist die Finanzierung dieser wertvollen Sammlung der schweizerischen Frauengeschichte nicht mehr gesichert. Frau Gosteli hat ihr ganzes Vermögen dafür verwendet, Frauenorganisationen die Möglichkeit zu bieten, ihre Akten an einem sicheren Ort aufzubewahren. In den meisten staatlichen Archiven finden wir nur „Männergeschichte“. Nach ihrem Tod muss um das langfristige Fortbestehen dieser Sammlung gebangt werden, trotz namhafter Beiträge, z.B. der Burgergemeinde Bern.

 

Es kann nicht Aufgabe von privaten Sponsoren oder Gemeinden sein, dieses Archiv längerfristig zu erhalten; es sind Unterlagen aus der ganzen Schweiz dort vereinigt und der Forschung zugänglich. Daher sind im Nationalrat verschiedene Vorstösse hängig, die das Gosteli-Archiv zur Bundessache machen wollen. Wir begrüssen diese Vorstösse und hoffen, dass das Parlament sich der Sache annimmt und so diese wertvolle und einzige umfassende Quelle für die Frauengeschichte in unserem Land erhalten hilft.

 

Für den Schweizerischen Verband der Akademikerinnen

Der Vorstand

 

Kontakt:

Doris Boscardin, Präsidentin SVA

Tel. 079 314 20 76 / E-Mail doris.boscardin@stud.unibas.ch

Medienmitteilung als PDF

Rückblick 93. Delegiertenversammlung des SVA, 6. Mai 2017, Fribourg 

Die Delegiertenversammlung 2017 des SVA fand im schönen, kunsthistorisch sehr interessanten Gebäude der Universität Freiburg statt. Neben den üblichen Traktanden gab es vor allem mehrere personelle Änderungen. Nach drei Amtsjahren tritt Angelika Spanke als Kassierin zurück. Das Amt der Kassierin übernimmt die bisherige Vizepräsidentin Manuela Schiess. Als neue Vizepräsidentin wird Susanne Leber gewählt. Susanne Leber hat nach der Matura in Freiburg Recht studiert (lic.iur. bilingue), das Anwaltspatent in Luzern und berufsbegleitend einen Executive MBA in Glasgow erlangt und ist nun als Rechtskonsulentin der Stadt Grenchen tätig. Verabschiedet werden die Präsidentin der Stipendienstiftung Cécile Richenberger Reeves und die Stiftungsrätinnen, da die Auflösung der Stiftung demnächst vollzogen ist. Im Namen des Büros und des Zentralvorstands wird allen abtretenden Damen herzlichst gedankt.
Im Internationalen Verband GWI stellt der Schweizerische Verband mit Katharina Strub die Treasurer. Für die Assistant Treasurer ist Angelika Spanke vorgeschlagen.
Unter dem Traktandum Mitgliederliste ging es darum, dass wieder eine allen zugängliche Mitgliederliste gewünscht wurde. An der DV wurde nun über die datenschutzrechtlichen Bestimmungen und das weitere Vorgehen informiert. Über die Zentralvorstandsmitglieder werden die Sektionen dazu genauer instruiert werden.
Ein beginnendes Projekt des Büros und des Zentralvorstands kümmert sich um die Sichtbarkeit des Verbands, den Mehrwert des Verbands für seine Mitglieder und die Mitgliederwerbung. Dazu ist ein ausserordentlicher Aufwand im Budget vorgesehen. Das Konzept ist in Entwicklung.
Für die schöne Umrahmung der DV und das interessante Nachmittagsprogramm in Freiburg sei den Organisatorinnen unter der Leitung von Andrea Burgener, Präsidentin der Sektion Fribourg, herzlich gedankt.
Die 94. Delegiertenversammlung findet am 5. Mai 2018 in Solothurn statt.

Bericht: Weiterbildung des SVA „Frauen und MINT“

Am Samstag, 8. April 2017 haben Mitglieder aus fast allen Sektionen an der MINT-Weiterbildung des SVA in Basel teilgenommen. Dr. Sarah Hofer referierte zu ihrer ETH-Studie „Notendiskriminierung der Mädchen in Physik“, Dr. Simone Creux, Dipl. Ing. ETH, berichtete als Ingenieurin über die Herausforderungen als Frau in einem MINT-Beruf und lic. iur. Elisabeth Schneider-Schneiter, Nationalrätin BL, erörterte, wie die Politik Frauen in MINT-Berufen fördern kann. Die zweisprachige Weiterbildung war äusserst lehrreich und auch die Pflege der freundschaftlichen Kontakte kam nicht zu kurz.

Die von Dr. Sarah Hofer, Wissenschaftlerin in der Gruppe von ETH-Professorin Elsbeth Stern, zum Thema „Notendiskriminierung der Mädchen in Physik“ 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführte ETH-Studie war Anstoss zu dieser Weiterbildung und zum gleichnamigen SVA-Jahresthema 2017 „Frauen und MINT“.

Der ausführliche Bericht ist hier nachzulesen.

Weitere Fotos des Events finden Sie auf unserer Facebook-Page.

Marthe Gosteli verstorben

Liebe Mitglieder

 

Die Berner Gosteli-Stiftung in Worblaufen trauert um ihre Stifterin Marthe Gosteli (22.12.1917-07.04.2017).

 

Bis zuletzt hat sich Marthe Gosteli für die Anliegen der Frauen und das Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung eingesetzt, in welchem u.a. auch die Unterlagen des SVA aufbewahrt werden.

 

Erst kürzlich hat die Gosteli-Stiftung den Kulturpreis der Burgergemeinde Bern erhalten, womit die „beeindruckende Dokumentation“ der Geschichte der Schweizer Frauenbewegung geehrt wurde. Es ist das Ziel der Stiftung, das Lebenswerk der Stifterin trotz knapper werdender Geldmittel in ihrem Sinne weiterzuführen, weshalb Gespräche mit dem Bundesarchiv und dem Kanton aufgenommen wurden.

 

Die Trauerfeier für Marthe Gosteli wird am Freitag, den 21. April, um 14.30 Uhr in der Kirche Bolligen stattfinden.

 

Sie war eine bewundernswert engagierte Frau, und ich schätze mich überaus glücklich, dass ich sie habe kennenlernen dürfen. 

 

Mit besten Grüssen,

 

Doris Boscardin

Präsidentin SVA

 

Weitere Informationen entnehmen Sie der Medienmitteilung der Gosteli-Stiftung.

Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“

Als Mitglied von alliance f hat sich der SVA verpflichtet, sich an der Unterschriftensammlung für einen Vaterschaftsurlaub mit mindestens 100 Unterschriften zu beteiligen. Heute bekommt ein frisch gebackener Vater in der Schweiz gleich viel bezahlte freie Zeit wie bei einem Wohnungswechsel, nämlich einen Tag. Das ist unhaltbar. Deshalb fordert die Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“ 20 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub – flexibel und tageweise innert einem Jahr nach der Geburt zu beziehen.

Sammeldeadline ist der 24. November 2017. Unterschriftenbögen können auf der Homepage von alliance f heruntergeladen werden.

Facebook - Wir sind nun auch dabei!

Das Thema Social Media geht auch am Schweizerischen Verband der Akademikerinnen nicht spurlos vorüber. Es ist mittlerweile Pflicht, auch auf diesen Kanälen im Internet vertreten zu sein. Die eigene Webseite reicht nicht mehr!

Seit Ende Mai 2016 sind wir nun auch auf Facebook. „Liken“ Sie uns auf Facebook und teilen oder kommentieren unsere Beiträge.

Auch Ihre Beiträge sind willkommen und sogar erwünscht!
Bitte teilen Sie unserer Sekretärin mit, was sich in Ihrer Sektion alles tut. Welche öffentlichen Anlässe wird es geben bzw. gab es? Haben Sie spezielle Mitteilungen, die die Welt (unsere Facebookseite ist öffentlich!) lesen sollte? Ganz besonders sind Fotos von diesen Events erwünscht. Dazu gibt es eine Dropbox, in die Sie Ihre Fotos und Berichte hochladen können. Falls Sie noch keine Einladung dazu erhalten haben, melden Sie sich doch bitte per Mail bei unserer Sekretärin.

Und hier eine kurze Anleitung zur Ameldung bei Facebook (PDF, 740 KB)

Sondermarke und Tagung für Dr. med. Marie Heim-Vögtlin (1845 – 1916) – Die erste Schweizer Ärztin

Dr. med. Marie Heim-Vögtlin war die erste Schweizer Ärztin - Berufsfrau, Mutter und Vorkämpferin für Frauenrechte und sozialen Ausgleich. Ihr zu Ehren erscheint Anfangs März auf Initiative der "mws medical women switzerland - ärztinnen schweiz" eine Sondermarke à CHF 1.00.

1845 wurde in Bözen ein wissbegieriges Mädchen geboren, das gegen viele Widerstände die herrschenden Konventionen sprengen sollte: Marie Vögtlin.

Als erste Schweizerin studierte sie in Zürich Medizin und bildete sich als erste Frau Europas zur Fachärztin für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten weiter. 1874 erhielt sie den Doktortitel der Universität Zürich und eröffnete im gleichen Jahr als erste Ärztin in Zürich eine eigene Praxis.
Marie Heim-Vögtlin zeichnete sich durch aussergewöhnliche Schaffenskraft aus. Sie setzte sich als Mutter und Berufsfrau unermüdlich für die Verbesserung der Situation der Bevölkerung und für das Frauenstimmrecht ein. Sie war Mitbegründerin der Schweizerischen Pflegerinnenschule mit Frauenspital in Zürich, dem ersten Spital in der Schweiz, das von Frauen geleitet wurde. Schliesslich gab sie auch Impulse für die Vernetzung der Ärztinnen untereinander, was nach ihrem Tod nachwirkte und insbesondere zur Gründung des heute noch aktiven Verbandes der Schweizer Ärztinnen «mws – medical women switzerland» führte.

Am 12. März 2016 fand die Jahrestagung der mws, zum Thema „100 Jahre Ärztinnen in der Schweiz – Von Marie Heim-Vögtlin bis heute“ statt.



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