Schweizerischer Verband der Akademikerinnen
Association Suisse des Femmes Diplômées des Universités

News

Save the date GWI Conference 2019

Die nächste GWI-Konferenz wird vom 25.-28. Juli 2019 an der Universität Genf stattfinden. Gleichzeitig werden die GWI mit Sitz in Genf ihr 100-jähriges Jubiläum feiern. Rund 300 Frauen aus aller Welt werden bei uns in Genf zu Gast sein.

„Frauenflüchtlinge“

Unter diesem Titel fand am Samstag, 14. April 2018 die Weiterbildung des Schweizerischen Verbandes der Akademikerinnen an der Universität Bern statt. Milena Wegelin von Terre des Femmes Schweiz informierte über die Situation von Frauen auf der Flucht und in den Asylzentren.

Frauen erleben spezifische Gewalt im Herkunftsland und auf der Flucht durch Mitflüchtende, Grenzbeamte, Leute vor Ort oder Verwandte. Unser Asylrecht geht von männlichen Flüchtenden aus, nicht von Frauen. Seit 1988 sind frauenspezifische Fluchtgründe im Asylrecht verankert. Wegen ungenügender Information werden diese oft nicht geltend gemacht.

Auch hier im Ankunftsland Schweiz findet die frauenspezifische Diskriminierung ihre Fortsetzung. Bei den Befragungen durch die Behörden geben geflüchtete Frauen oft nur lückenhaft Auskunft. Sie können zwar verlangen, ausschliesslich durch Frauen befragt zu werden; aber erstens ist diese Möglichkeit nur wenigen bekannt, zweitens muss frau sich trauen, dies zu verlangen, und drittens kann eine solche geschlechtergetrennte Befragung erst durch die Angabe von erlebter Gewalt geltend gemacht werden. In den Kollektivunterkünften fühlen sich Frauen nicht sicher: bei der räumlichen Gestaltung und den Alltagsaktivitäten könnte vieles verbessert werden. Oft ist schon der Gang zur Toilette nachts ein Risiko für Frauen. Eklatante Mängel bestehen auch bei der Gesundheitsversorgung. Überhaupt sind für alle Geflüchteten die Unsicherheit und die Enge belastend, was oft zu Gewalt führt.

Was können wir tun?

In den verschiedenen Workshops wurde dargestellt, welche Unterstützung durch die Zivilgesellschaft in den Kantonen angeboten wird. Dabei zeigte es sich, dass geflüchtete Frauen sich dann öffnen, wenn sie unter Frauen sind. Wichtig sind auch Unterricht in der Landessprache und Arbeitsmöglichkeiten für Frauen, auch wenn es nur kleine Teilzeitarbeiten sind. Gerade beim Unterricht könnten wir Akademikerinnen mithelfen, den Frauen aus anderen Ländern die Integration in der Schweiz zu erleichtern. Viele Frauenflüchtlinge haben ein hohes Bildungsniveau. Aber die Anerkennung von Diplomen der Herkunftsländer steckt noch in den Kinderschuhen. Fazit der Weiterbildung: um geflüchteten Frauen in der Schweiz ein sicheres Zufluchtsland zu bieten, muss sich noch einiges ändern, auf struktureller Ebene wie auch auf der Ebene der Zivilgesellschaft.

Gruppenfoto mit der Referentin Milena Wegelin (2. v. r.) nach der Weiterbildung in Bern, 14. April 2018

94. Delegiertenversammlung in Solothurn, 4.-5. Mai 2018

Willkommen in Solothurn

Herzlich willkommen in der «schönsten Barockstadt der Schweiz»! Die Akademikerinnen der kleinsten Sektion des Verbands freuen sich sehr, Sie am 4. und 5. Mai 2018 in Solothurn zur 94. Delegiertenversammlung zu begrüssen.

Die Auszeichnung als «schönste Barockstadt» ist rühmlich, trifft aber nicht ganz zu, denn die Altstadt von Solothurn, die grösstenteils zwischen 1520 und 1790 erbaut wurde, weist verschiedene Architekturstile auf. Dabei nehmen Bauten im Barockstil aber einen bedeutenden Platz ein – so etwa die eindrucksvolle Jesuitenkirche, die nach umfangreicher Renovation in neuem Glanz erstrahlt. Noch bekannter ist die St. Ursen-Kathedrale, die von weit her sichtbar ist und das Stadtbild prägt. Das frühklassizistische Gebäude, das den Märtyrern Urs und Victor geweiht ist, wurde 1763 von Gaetano Matteo Pisoni aus Ascona begonnen und von seinem Neffen Paolo Antonio Pisoni 1773 beendet. In der Kirche befinden sich elf Altäre, elf Glocken erklingen und elf Stufen pro Absatz führen zum Eingang hinauf. Vielleicht mit ein Grund, weshalb die Zahl 11 in Solothurn so bekannt ist? 2011 wurde der Chorbereich der St. Ursen-Kathedrale durch Brandstiftung stark beschädigt. Die in Zürich lebende, aus der Innerschweiz stammende Künstlerin Judith Albert konnte den Wettbewerb für die neue Chorgestaltung für sich entscheiden und überzeugte mit ihrem Projekt «L’ultima cena»: Der Altar besteht aus weissem Marmor aus Carrara, der so bearbeitet wurde, als handle es sich um einen mit einem Leinentuch bedeckten Tisch, ein Zitat von Leonardo da Vincis Bild des letzten Abendmahls.

Die am Jurasüdfuss gelegene Kleinstadt gründet auf einem Vicus, einer römischen Siedlung namens Salodurum, die wohl im Zusammenhang mit dem Bau einer Verbindungsstrasse zwischen Aventicum und Vindonissa, also Avenches und Windisch, entstand. Gemäss einer Legende sollen um das Jahr 300 zwei christlich bekehrte römische Legionäre der Thebäischen Legion in Solothurn enthauptet worden sein: Ursus und Victor. Der Legende nach stiegen sie heil wieder aus der Aare, in die sie geworfen worden waren, und wurden an der Stelle der heutigen St. Peters-Kapelle begraben. Ihre Grabstätte entwickelte sich alsbald zu einem bekannten Wallfahrtsort. So zog es auch die heilige Verena, die der Thebäischen Legion bis nach Mailand gefolgt war, nach Solothurn. Sie zog sich als Eremitin in die nach ihr benannte Waldschlucht nördlich der Stadt zurück. Die Verenaschlucht gehört heute zu den beliebten Ausflugszielen. Begeistert von romantischen Naturorten, liess Baron Louis-Auguste de Breteuil 1791 einen Weg entlang des Baches anlegen. Seit dem 15. Jahrhundert befindet sich in der Verenaschlucht auch eine Einsiedelei, die auch heute noch von einem Eremiten gepflegt wird.

1033 wurde Solothurn Reichsstadt. Eine besondere Rolle spielte im 15. Jahrhundert Niklaus von Flüe, der im Kampf um die Erweiterung der Eidgenossenschaft eine Vermittlerrolle einnahm und dafür sorgte, dass Solothurn neben Fribourg als vollwertiges Mitglied in den eidgenössischen Bund aufgenommen wurde. Die solothurnische Reformationsgeschichte wird von der legendären Figur des katholischen Schultheissen Niklaus Wengi geprägt. Zwar fand der neue Glaube früh Anhänger, aber man wollte den Solddienst nicht aufgeben, wie dies Zwingli gefordert hatte. Die kurz vor der Niederlage stehenden Reformierten versuchten 1533 einen Aufstand und wurden dabei von den Bernern unterstützt. Dank dem Dazwischentreten von Niklaus Wengi konnte ein Blutvergiessen vermieden werden; sein mutiges Eingreifen ist zum Bildmotiv einiger historischer Gemälde geworden.

Solothurn ist auch als Ambassadorenstadt bekannt, denn ab 1530 war sie Sitz des französischen Botschafters. Die Präsenz Frankreichs prägte auch das Stadtbild wesentlich mit: repräsentative, barocke Umbauten wurden vorgenommen. Während der Französischen Revolution verliess der letzte Botschafter Solothurn.

Die im 17. Jahrhundert zum Schutz der Stadt erbauten Schanzen wurden zwischen 1835 und 1905 zugunsten einer zukunftsgläubigen Entwicklung fast gänzlich geschleift. Heute sind noch die St. Ursen-Bastion mit dem Riedholzturm sowie die Krummturmschanze mit ihrem Turm als Zeugen des Schanzengürtels übrig und lassen erahnen, wie eindrucksvoll die Stadtbefestigung damals ausgesehen haben muss.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt Solothurn ein städtisches Museum und einen Konzertsaal. Nach wirtschaftlich erfolgreicher Zeit litt insbesondere die am Jurasüdfuss ansässige Uhrenindustrie in den Krisenjahren der 30er-Jahre und während des Zweiten Weltkriegs. Heute ist Solothurn vor allem ein Dienstleistungs- und Kulturzentrum, auch für das grosse Einzugsgebiet ringsherum. Die Stadt hat sich touristisch ausgerichtet, wird vor allem für Seminare und Tagungen aufgesucht und ist bekannt für ihre vielen Restaurants. Hier befindet sich mit dem 1973 gegründeten «Kreuz» auch die älteste genossenschaftlich geführte «Beiz» der Schweiz.
Weder in der Stadt noch im Kanton gibt es eine Universität, dafür ist Olten bekannt als Standort der Fachhochschule Nordwestschweiz. Die Kultur nimmt in und um die Stadt Solothurn eine wichtige Rolle ein. Besonders bekannt sind die Solothurner Filmtage und die Literaturtage, die jeweils im Januar und nach Auffahrt das Städtchen vielfältig beleben. Als nationaler Leuchtturm wirkt auch das Kunstmuseum mit seiner bedeutenden Sammlung von Schweizer Kunst, das zusammen mit dem historischen Museum Blumenstein und dem Naturmuseum zu den städtischen Museen gehört. Auch das kürzlich renovierte Stadttheater, das als Theater Orchester Biel Solothurn auftritt, blickt auf eine lange Geschichte und erfreut sich grosser Beliebtheit. Mit dem Museum Altes Zeughaus, dem Schloss Waldegg und der Zentralbibliothek sind auf relativ kleinem Raum weitere Kulturinstitutionen zu finden. Als Hauptstadt des Kantons kann die Kleinstadt Solothurn mit ihren rund 17‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit vielen attraktiven Sehenswürdigkeiten aufwarten. Wir hoffen, Sie machen sich selbst ein Bild der «schönsten Barockstadt der Schweiz», die noch sehr viel mehr zu bieten hat.

Seien Sie herzlich willkommen in Solothurn, wir freuen uns auf Sie!

Patricia Bieder, Präsidentin a.i. Sektion Solothurn

Patricia Bieder
Eschenweg 16
4528 Zuchwil SO
patricia.bieder@gmx.ch

Quellen: www.stadt-solothurn.ch, solothurn-city.ch

Informationen zur Delegiertenversammlung

Die DV und das Mittagessen finden im zentral gelegenen Hotel Restaurant La Couronne statt. Dieses altehrwürdige, nach umfassenden Renovationen im letzten Jahr wieder eröffnete Hotel und Restaurant ist untrennbar mit der Geschichte von Stadt und Kanton Solothurn verbunden und zählt zu den ältesten Gasthäusern der Schweiz.
Am Nachmittag werden zwei verschiedene Führungen angeboten. Auf einem Rundgang durch die Altstadt lernen Sie Solothurn näher kennen (Führungen in deutscher und französischer Sprache). Die zweite Führung wird sich der «Frauenpower im alten Solothurn» widmen (Führung in deutscher Sprache).

Nach den Führungen treffen wir uns in der Jesuitenkirche. Barocke Kunst und zeitgenössischer Gesang treffen aufeinander: Die Künstlerin Laureline Koenig tritt mit einer Stimm-Performance auf und füllt den wunderschönen Kirchenraum mit ihrer klaren Stimme aus.

Die DV wird mit einem Apéro im Palais Besenval abgerundet. Von diesem schmucken Palais an der Aare, einem «hôtel entre cour et jardin» aus dem frühen 18. Jahrhundert, sind es nur wenige Schritte bis zum Bahnhof.

Anreise:
Wir empfehlen Ihnen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Das Hotel La Couronne ist vom Bahnhof sehr gut zu Fuss erreichbar. Falls Sie mit dem Auto kommen, können Sie das Parkhaus Baseltor benutzen.

Unterkunft:
Es gibt zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten in Solothurn. Besonders empfehlen wir Ihnen das Hotel Baseltor (www.baseltor.ch), das Hotel Roter Ochsen (www.hotelroterochsen.ch) oder das Hotel an der Aare (www.hotelaare.ch). Bitte reservieren Sie direkt. Weitere Informationen erhalten Sie über Solothurn Tourismus: www.solothurn-city.ch, +41 (0) 32 626 46 46, info@solothurn-city.ch

Aufgrund anderer Veranstaltungen am gleichen Wochenende empfehlen wir eine möglichst frühzeitige Hotelbuchung.
Am Vorabend der Delegiertenversammlung, am 4. Mai, treffen wir uns um 19 Uhr im Restaurant Baseltor, erster Stock, zu einem gemeinsamen Abendessen und zum Austausch.

Anmeldung

Anmeldeschluss ist neu der 20. April 2018.

Anmeldung via elektronisches Anmeldeformular (https://form.jotformeu.com/80375489504363).

Programm

Freitag, 4. Mai 2018

Ab 19:00 Uhr       

Gemeinsames Abendessen im Restaurant Baseltor, Hauptgasse 79, www.baseltor.ch

Samstag, 5. Mai 2018

Ab 9:00 Uhr

Empfang im Hotel La Couronne, Hauptgasse 64, erster Stock, www.lacouronne-solothurn.ch
 
 Kaffee und Gipfeli

9:45–10:15 Uhr

Begrüssung durch die Präsidentin a.i. der Sektion Solothurn, Patricia Bieder
 Grusswort und Kurzreferat von Frau Regierungsrätin Brigit Wyss

10:15–12:15 Uhr

Delegiertenversammlung unter dem Präsidium von Doris Boscardin

12:30–14:00 Uhr

Mittagessen im Hotel La Couronne, Parterre

14:15–15:15 Uhr

1) Stadtführung durch die Altstadt von Solothurn (D und F)
 2) Stadtführung «Frauenpower im alten Solothurn» (D)
 Treffpunkt für alle Führungen vor dem Restaurant La Couronne

15:30–16:00 Uhr

Stimmperformance von Laureline Koenig (voicewalking) in der Jesuitenkirche Solothurn

Ab 16:00 Uhr

Schlussapéro im Palais Besenval, https://palais-besenval.h-hotels.com/

Notfall-Telefonnummern
Patricia Bieder: 079 773 80 77
Theres Fröhlicher: 079 373 27 28

Traktanden

  1. Aufruf der Delegierten
  2. Wahl der Stimmenzählerinnen
  3. Protokoll der 93. Delegiertenversammlung vom 6. Mai 2017 in Freiburg
  4. Jahresbericht des Zentralvorstandes
  5. Berichte der Kommissionen
    1. Kommission für Internationale Beziehungen
    2. Bulletin-Kommission
  6. Jahresrechnung 2017 und Bericht der Revisorinnen
  7. Budget 2018
  8. Mitgliederliste des SVA
  9. Wahlen
  10. Bestätigung der Sektionsvertreterinnen
  11. Ehrungen und Todesfälle
  12. 95. Delegiertenversammlung 2019
  13. Varia

Photos mit freundlicher Genehmigung von Edwin Hermans

Der SVA im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS)

Schweizerischer Verband der Akademikerinnen (SVA)

Association Suisse de Femmes Diplômées des Universités (ASFDU)

Associazione Svizzere delle Laureate (ASL)

Associaziun Svizra da las Academicras (ASA)

Der Schweizerische Verband der Akademikerinnen (SVA) ist das bedeutendste nationale, disziplinübergreifende Netzwerk von Hochschulabsolventinnen. Der SVA gehört der internationalen Organisation «Graduate Women International» (GWI, ehemals International Federation of University Women, IFUW) an. Er ist zudem seit 1949 Mitglied im Bund Schweizerischer Frauenorganisationen (BSF, heute alliance F).

1919 hatten sich drei amerikanische und eine britische Akademikerinnenvereinigung zur IFUW zusammengeschlossen. In der Schweiz hatten sich zwar bereits um die Jahrhundertwende Netzwerke gebildeter Frauen entwickelt (wie etwa der Verein «Frauenbildungs-Reform»), es war jedoch die Entstehung der internationalen IFUW, die die Gründung eines nationalen Verbandes provozierte. Auf einer England-Reise hatte die Genfer Ärztin Mariette Schaetzel 1923 die damalige IFUW-Generalsekretärin Theodora Bosanquet getroffen, die sie zur Gründung eines Schweizer Verbandes animierte. Überzeugt von diesem Vorschlag trat Schaetzel mit der Genfer Advokatin Nelly Schreiber-Favre in Kontakt. Am 31. Oktober 1923 fand ein erstes Treffen zusammen mit einer bereits bestehenden Gruppierung von Berner Akademikerinnen um die Pädagogin und Frauenrechtlerin Anna Louise Grütter statt. Schreiber und Schaetzel gründeten darauf die «Association Genevoise de Femmes Universitaires», in Bern entstand der «Vereinigung bernischer Akademikerinnen». Schaetzel regte zudem die Gründung von weiteren Ortsgruppen in Basel und Zürich an. Im Winter 1923/24 entstanden so in kurzer Zeit vier lokale Vereinigungen, die sich am 22. März 1924 zur konstituierenden Versammlung des SVA einfanden. An der ersten Generalversammlung im Oktober 1924 wurde Schreiber-Favre zur Präsidentin, Schaetzel zur Generalsekretärin ernannt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verband bereits 220 Mitglieder. Aus den 1925 revidierten Statuten treten als Ziele die nationale und internationale Vernetzung (insbesondere durch die Mitarbeit in der IFUW) und die Pflege freundschaftlicher Beziehungen, aber auch die Förderung der wissenschaftlichen Arbeit und der Berufsinteressen von Akademikerinnen hervor. Diese friedens- und gleichstellungspolitischen Zielsetzungen sind kontinuierliches Anliegen des SVA geblieben.

Der SVA definierte sich von Anfang an als politisch, kulturell und konfessionell unabhängige Organisation. Mitglied werden konnte jede in der Schweiz lebende Frau, die einen Studienabschluss im In- oder Ausland vorweisen konnte. Auch Auslandsschweizerinnen konnten eine Mitgliedschaft beantragen, sofern in ihrem Wohnland kein Nationalverband der IFUW bestand. Die Mitgliederzahl wuchs bis in die 1980er Jahre auf rund 1500 Mitglieder, in den folgenden Jahrzehnten ist sie bis auf die knappe Hälfte gesunken.

Der SVA ist als Verein mit einem Zentralvorstand und ihm angeschlossenen Ortsgruppen resp. «Sektionen» nach föderalistischen Prinzipien organisiert. Als Sitz gilt jeweils der Wohnort der amtierenden Präsidentin. Oberstes Organ ist die in der Regel jährlich stattfindende Delegiertenversammlung mit Vertreterinnen aus allen Sektionen. Diese wählt den Zentralvorstand, behandelt Anträge der Sektionen, bestellt übergreifende Kommissionen und prüft die Jahresrechnungen und Tätigkeitsberichte.

Zu den Ursektionen Genf, Bern, Basel und Zürich kamen in den Jahren nach der Gründung die Sektionen Waadt (2.12.1924), Neuenburg (29.10.1925) und St. Gallen (29.01.1931) hinzu. Die Gründungen der Sektionen Zentralschweiz, Freiburg, Schaffhausen, Graubünden, Aargau und Solothurn wurden um 1970 von der damals amtierenden Präsidentin des SVA, Lydia Benz-Burger, motiviert. 1973 folgte die Gründung der Sektion Wallis, 1986 die der Sektion Tessin. Bis heute haben sich insgesamt sechs der Sektionen wieder aufgelöst (Neuenburg 1976, St. Gallen 1991, Aargau 1998, Schaffhausen 1993, Wallis Ende der 1980er Jahre und Tessin Mitte der 1990er Jahre).

Der SVA arbeitet seit seiner Gründung eng mit seiner internationalen Dachorganisation, der International Federation of University Women (heute: Graduate Women International) zusammen. Nur fünf Jahre nach seiner Gründung organisierte der SVA 1929 den internationalen Kongress der IFUW in Genf. 1950 fand die internationale Versammlung erneut in der Schweiz, dieses Mal in Zürich und Basel, statt. In diesem Jahr entstand ebenfalls die Kommission Internationale Beziehungen (CRI) des SVA, die bis heute die Beziehungen zu den GWI und anderen Institutionen pflegt. Anfang der 1970er Jahre wurde zudem der Geschäftssitz der IFUW nach Genf verlegt. 2019 wird der internationale Kongress der GWI erneut in Genf stattfinden.

Der Zweite Weltkrieg stellte einen zentralen Einschnitt in die Aktivitäten des international vernetzten und aktiven SVA dar. Von 1933 an baten die ersten deutschen Akademikerinnen den SVA um Mithilfe bei der Beantragung von Asyl in der Schweiz, die sie auch erhielten. Die SVA-Präsidentin Mariette Schaetzel begann in ihrer Amtszeit (1938-41) zudem einen Fonds für geflüchtete Akademikerinnen aufzubauen. Daraus entwickelte sich später der von den GWI verwaltete Hegg Hoffet Fund, der seit 1968 den Namen der Psychologin und Nachfolgepräsidentin von Schaetzel, Blanche Hegg-Hoffet trägt.

Seinem Ziel, die Berufsinteressen von Akademikerinnen zu fördern, kam der SVA u.a. 1929 mit der Gründung der «Kommission für Berufsinteressen» nach, die statistisches Material bereitstellte und zeitweise auch Stellenvermittlung betrieb. Ebenso gehörten die Verleihung und Vermittlung von Forschungsstipendien zu den Aufgaben des SVA. Aus den Reise- und Stipendienfonds, die teilweise auch in der IFUW eingebunden waren, entstand 1994 die Stipendienstiftung, die 2016 aufgelöst wurde. Einzelne Sektionen verleihen bis heute noch Preise für wissenschaftliche Arbeiten.

Zu den wichtigsten Aktivitäten des SVA gehört seine Öffentlichkeitsarbeit. Hier ist insbesondere die Beteiligung an der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit SAFFA 1928 zu nennen, wo der SVA an der Gesamtorganisation mitwirkte und verschiedene Räume zum Thema «Die Frau in der Wissenschaft» bespielte. 1939 war der SVA auch an der Landesausstellung (Landi) am «Pavillon der Schweizerfrau» beteiligt, 1958 wirkte er an der zweiten Durchführung der SAFFA erneut mit. Der SVA beteiligte sich weiter an der nationalen Forschungsausstellung Heureka 1991. Die Öffentlichkeitsarbeit umfasst weiter Publikationen, wie etwa die frühe Bestandsaufnahme «Das Frauenstudium an den Schweizer Hochschulen» von 1928 oder eine Reihe von Informationsblättern zu verschiedenen Berufen. Hinzu kommen weitere Aktionen: Liselott Schucan-Grob, die den SVA von 1962 bis 1965 präsidierte, ermunterte etwa in einem «Brief an Maturandinnen» («Lettre aux bachelières») junge Frauen zu einem Hochschulstudium.

Die Kommunikation und Information innerhalb des SVA beschränkte sich bis in die 1950er Jahre hinein auf jährliche, zeitweise dreijährliche Tätigkeitsberichte, hinzu kamen einzelne Informationsschriften, etwa das «Aperçu» der «Kommission für Fraueninteressen». 1954 erschien zum ersten Mal das «Bulletin» des SVA. Koordiniert durch verschiedene Redaktorinnen und die Bulletin-Kommission dokumentiert es – heute zusammen mit dem elektronischen Newsletter und der Homepage – die wichtigsten Aktivitäten des SVA.

Die statuarisch festgelegte politische Neutralität des SVA stellt bis heute weder für den Zentralvorstand noch die Sektionen ein Hindernis dar, mit gleichstellungs- und bildungspolitischen Anliegen auf kantonaler und nationaler Ebene vorzutreten oder sich in Versammlungen über aktuelle politische Fragen auszutauschen. So verfasste der Zentralvorstand etwa 1935 einen Protestbrief an den Bundesrat und die Gesundheitsdirektionen aller Kantone, nachdem der Schweizer Apothekerverband eine Beschränkung der Studienplätze für Pharmaziestudentinnen gefordert hatte. Viele der SVA-Mitglieder engagierten sich weiter für das Frauenstimm- und Wahlrecht. Nach dessen Einführung auf eidgenössischer Ebene (1971) befanden sich unter den gewählten Parlamentarierinnen mehrere Angehörige des SVA. Auch in den letzten Jahren agierte der Verband politisch, u.a. ist der SVA Teil der Frauenallianz zur Lohngleichheit zwischen Mann und Frau (Equal Pay Day).

Präsidentinnen des SVA

Name

Amtsjahre

Doris Boscardin

2016-

Anita Haldemann

2014-2016

Verena Welti

2008-2014

Ursulina Mutzner

2002-2007

Catherine Bandle

1996-2002

Marise Paschoud

1995-1996

Franziska De Souza-Del Vecchio

1992-1995

Nicole Grin

1989-1992

Gertrud Forster

1986-1989

Huguette de Haller-Bernheim

1983-1986

Isabell Mahrer

1980-1983

Elisabeth Lardelli-von Waldkirch

1977-1980

Simone Wildhaber-Creux

1974-1977

Helen Pfister-Maguin

1971-1974

Lydia Benz-Burger

1968-1971

Berthe Lang-Porchet

1965-1968

Liselott Schucan-Grob

1962-1965

Helene Thalmann-Antenen

1959-1962

Elisabeth Fauconnet-Baudin

1956-1959

Marguerite Henrici-Pietzcker

1953-1956

Anne-Marie Du Bois

1950-1953

Alice Keller

1947-1950

Blanche Hegg-Hoffet

1941-1947

Mariette Schaetzel

1938-1941

Jeanne Eder-Schwyzer

1935-1938

Antoinette Quinche

1932-1935

Ruth Speiser

1929-1932

Nelly Schreiber-Favre

1924-1929

Literatur und Quellen (Auswahl)

Der grösste Teil des SVA-Archivs ist in der Gosteli Stiftung in Worblaufen unter der Signatur AGoF 133 einsehbar. Weitere Bestände befinden sich u.a. im Schweizerischen Wirtschaftsarchiv (SWA), dem Frauenkulturarchiv Graubünden sowie dem Genfer Staatsarchiv.

Vincenz, Bettina (2011): Biederfrauen oder Vorkämpferinnen? Der Schweizerische Verband der Akademikerinnen (SVA) in der Zwischenkriegszeit. Baden: hier + jetzt Verlag für Kultur und Geschichte.

Benz-Burger, Lydia; Lang-Porchet, Berthe (Hg.) (1974): 50 Jahre SVA 1924-1974. Schweizerischer Verband der Akademikerinnen. Zürich: Juris Druck + Verlag.

Dieser Text entstand im Rahmen einer Recherche für das Historische Lexikon der Schweiz HLS und wird demnächst auch online unter http://www.hls-dhs-dss.ch/ abrufbar sein.

Zur Autorin:

Alessandra Widmer M.A., hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet aktuell als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung (IZFG) der Universität Bern.

Der Text als PDF kann hier heruntergeladen werden:

Der SVA im HLS (PDF 1.1 MB)

Vernehmlassung Kinderdrittbetreuungskosten

Der SVA hat es sich zum Ziel gesetzt, in Vernehmlassungsverfahren, welche die Verbandsziele und seine Mitglieder direkt betreffen, Stellung zu nehmen. In Übereinstimmung mit alliance F begrüssen wir das Ziel der Vorlage, negative Erwerbsanreize im Steuersystem zu beseitigen, dem inländischen Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Die Abzugsfähigkeit der Drittbetreuungskosten ist ein wichtiges Element, jedoch nur eines von vielen, um die Gleichstellung der Frauen im Erwerbsleben zu erlangen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie überhaupt erst zu ermöglichen. Für viele Frauen in der Schweiz ist das immer noch nicht Realität.

Vernehmlassung Kinderdrittbetreuungskosten

Archivierung der SVA-Akten im Gosteli-Archiv

Nach dem Tod der Stifterin Marthe Gosteli geht dem Archiv das Geld aus und es wird nach einer dauerhaften Lösung gesucht, siehe untenstehende Medienmitteilung des SVA vom 26.5.2017. Die SVA-Akten gehören zu den umfangreichsten des Gosteli-Archivs. Für eine fachgerechte und kostensparende Archivierung der SVA-Akten werden die Sektionen gebeten, das SVA-Grundlagenpapier (PDF, 537 KB) und das Merkblatt des Gosteli-Archivs (PDF, 273 KB) zu befolgen.

Für den Erhalt des Gosteli-Archivs

"Der Bund" vom 26. Mai 2017 gibt dem wichtigen Archiv der Schweizer Frauengeschichte eine Plattform, auch die Schweizer Akademikerinnen kommen zu Wort. Den Artikel finden Sie hier.

Die Schweizer Akademikerinnen bangen um das Gosteli-Archiv

Medienmitteilung vom 26. Mai 2017

 

Nach dem Tod von Marthe Gosteli ist die Finanzierung dieser wertvollen Sammlung der schweizerischen Frauengeschichte nicht mehr gesichert. Frau Gosteli hat ihr ganzes Vermögen dafür verwendet, Frauenorganisationen die Möglichkeit zu bieten, ihre Akten an einem sicheren Ort aufzubewahren. In den meisten staatlichen Archiven finden wir nur „Männergeschichte“. Nach ihrem Tod muss um das langfristige Fortbestehen dieser Sammlung gebangt werden, trotz namhafter Beiträge, z.B. der Burgergemeinde Bern.

 

Es kann nicht Aufgabe von privaten Sponsoren oder Gemeinden sein, dieses Archiv längerfristig zu erhalten; es sind Unterlagen aus der ganzen Schweiz dort vereinigt und der Forschung zugänglich. Daher sind im Nationalrat verschiedene Vorstösse hängig, die das Gosteli-Archiv zur Bundessache machen wollen. Wir begrüssen diese Vorstösse und hoffen, dass das Parlament sich der Sache annimmt und so diese wertvolle und einzige umfassende Quelle für die Frauengeschichte in unserem Land erhalten hilft.

 

Für den Schweizerischen Verband der Akademikerinnen

Der Vorstand

 

Kontakt:

Doris Boscardin, Präsidentin SVA

Tel. 079 314 20 76 / E-Mail doris.boscardin@stud.unibas.ch

Medienmitteilung als PDF

Rückblick 93. Delegiertenversammlung des SVA, 6. Mai 2017, Fribourg 

Die Delegiertenversammlung 2017 des SVA fand im schönen, kunsthistorisch sehr interessanten Gebäude der Universität Freiburg statt. Neben den üblichen Traktanden gab es vor allem mehrere personelle Änderungen. Nach drei Amtsjahren tritt Angelika Spanke als Kassierin zurück. Das Amt der Kassierin übernimmt die bisherige Vizepräsidentin Manuela Schiess. Als neue Vizepräsidentin wird Susanne Leber gewählt. Susanne Leber hat nach der Matura in Freiburg Recht studiert (lic.iur. bilingue), das Anwaltspatent in Luzern und berufsbegleitend einen Executive MBA in Glasgow erlangt und ist nun als Rechtskonsulentin der Stadt Grenchen tätig. Verabschiedet werden die Präsidentin der Stipendienstiftung Cécile Richenberger Reeves und die Stiftungsrätinnen, da die Auflösung der Stiftung demnächst vollzogen ist. Im Namen des Büros und des Zentralvorstands wird allen abtretenden Damen herzlichst gedankt.
Im Internationalen Verband GWI stellt der Schweizerische Verband mit Katharina Strub die Treasurer. Für die Assistant Treasurer ist Angelika Spanke vorgeschlagen.
Unter dem Traktandum Mitgliederliste ging es darum, dass wieder eine allen zugängliche Mitgliederliste gewünscht wurde. An der DV wurde nun über die datenschutzrechtlichen Bestimmungen und das weitere Vorgehen informiert. Über die Zentralvorstandsmitglieder werden die Sektionen dazu genauer instruiert werden.
Ein beginnendes Projekt des Büros und des Zentralvorstands kümmert sich um die Sichtbarkeit des Verbands, den Mehrwert des Verbands für seine Mitglieder und die Mitgliederwerbung. Dazu ist ein ausserordentlicher Aufwand im Budget vorgesehen. Das Konzept ist in Entwicklung.
Für die schöne Umrahmung der DV und das interessante Nachmittagsprogramm in Freiburg sei den Organisatorinnen unter der Leitung von Andrea Burgener, Präsidentin der Sektion Fribourg, herzlich gedankt.
Die 94. Delegiertenversammlung findet am 5. Mai 2018 in Solothurn statt.

Bericht: Weiterbildung des SVA „Frauen und MINT“

Am Samstag, 8. April 2017 haben Mitglieder aus fast allen Sektionen an der MINT-Weiterbildung des SVA in Basel teilgenommen. Dr. Sarah Hofer referierte zu ihrer ETH-Studie „Notendiskriminierung der Mädchen in Physik“, Dr. Simone Creux, Dipl. Ing. ETH, berichtete als Ingenieurin über die Herausforderungen als Frau in einem MINT-Beruf und lic. iur. Elisabeth Schneider-Schneiter, Nationalrätin BL, erörterte, wie die Politik Frauen in MINT-Berufen fördern kann. Die zweisprachige Weiterbildung war äusserst lehrreich und auch die Pflege der freundschaftlichen Kontakte kam nicht zu kurz.

Die von Dr. Sarah Hofer, Wissenschaftlerin in der Gruppe von ETH-Professorin Elsbeth Stern, zum Thema „Notendiskriminierung der Mädchen in Physik“ 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführte ETH-Studie war Anstoss zu dieser Weiterbildung und zum gleichnamigen SVA-Jahresthema 2017 „Frauen und MINT“.

Der ausführliche Bericht ist hier nachzulesen.

Weitere Fotos des Events finden Sie auf unserer Facebook-Page.

Marthe Gosteli verstorben

Liebe Mitglieder

 

Die Berner Gosteli-Stiftung in Worblaufen trauert um ihre Stifterin Marthe Gosteli (22.12.1917-07.04.2017).

 

Bis zuletzt hat sich Marthe Gosteli für die Anliegen der Frauen und das Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung eingesetzt, in welchem u.a. auch die Unterlagen des SVA aufbewahrt werden.

 

Erst kürzlich hat die Gosteli-Stiftung den Kulturpreis der Burgergemeinde Bern erhalten, womit die „beeindruckende Dokumentation“ der Geschichte der Schweizer Frauenbewegung geehrt wurde. Es ist das Ziel der Stiftung, das Lebenswerk der Stifterin trotz knapper werdender Geldmittel in ihrem Sinne weiterzuführen, weshalb Gespräche mit dem Bundesarchiv und dem Kanton aufgenommen wurden.

 

Die Trauerfeier für Marthe Gosteli wird am Freitag, den 21. April, um 14.30 Uhr in der Kirche Bolligen stattfinden.

 

Sie war eine bewundernswert engagierte Frau, und ich schätze mich überaus glücklich, dass ich sie habe kennenlernen dürfen. 

 

Mit besten Grüssen,

 

Doris Boscardin

Präsidentin SVA

 

Weitere Informationen entnehmen Sie der Medienmitteilung der Gosteli-Stiftung.

Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“

Als Mitglied von alliance f hat sich der SVA verpflichtet, sich an der Unterschriftensammlung für einen Vaterschaftsurlaub mit mindestens 100 Unterschriften zu beteiligen. Heute bekommt ein frisch gebackener Vater in der Schweiz gleich viel bezahlte freie Zeit wie bei einem Wohnungswechsel, nämlich einen Tag. Das ist unhaltbar. Deshalb fordert die Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“ 20 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub – flexibel und tageweise innert einem Jahr nach der Geburt zu beziehen.

Sammeldeadline ist der 24. November 2017. Unterschriftenbögen können auf der Homepage von alliance f heruntergeladen werden.

Facebook - Wir sind nun auch dabei!

Das Thema Social Media geht auch am Schweizerischen Verband der Akademikerinnen nicht spurlos vorüber. Es ist mittlerweile Pflicht, auch auf diesen Kanälen im Internet vertreten zu sein. Die eigene Webseite reicht nicht mehr!

Seit Ende Mai 2016 sind wir nun auch auf Facebook. „Liken“ Sie uns auf Facebook und teilen oder kommentieren unsere Beiträge.

Auch Ihre Beiträge sind willkommen und sogar erwünscht!
Bitte teilen Sie unserer Sekretärin mit, was sich in Ihrer Sektion alles tut. Welche öffentlichen Anlässe wird es geben bzw. gab es? Haben Sie spezielle Mitteilungen, die die Welt (unsere Facebookseite ist öffentlich!) lesen sollte? Ganz besonders sind Fotos von diesen Events erwünscht. Dazu gibt es eine Dropbox, in die Sie Ihre Fotos und Berichte hochladen können. Falls Sie noch keine Einladung dazu erhalten haben, melden Sie sich doch bitte per Mail bei unserer Sekretärin.

Und hier eine kurze Anleitung zur Ameldung bei Facebook (PDF, 740 KB)

Sondermarke und Tagung für Dr. med. Marie Heim-Vögtlin (1845 – 1916) – Die erste Schweizer Ärztin

Dr. med. Marie Heim-Vögtlin war die erste Schweizer Ärztin - Berufsfrau, Mutter und Vorkämpferin für Frauenrechte und sozialen Ausgleich. Ihr zu Ehren erscheint Anfangs März auf Initiative der "mws medical women switzerland - ärztinnen schweiz" eine Sondermarke à CHF 1.00.

1845 wurde in Bözen ein wissbegieriges Mädchen geboren, das gegen viele Widerstände die herrschenden Konventionen sprengen sollte: Marie Vögtlin.

Als erste Schweizerin studierte sie in Zürich Medizin und bildete sich als erste Frau Europas zur Fachärztin für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten weiter. 1874 erhielt sie den Doktortitel der Universität Zürich und eröffnete im gleichen Jahr als erste Ärztin in Zürich eine eigene Praxis.
Marie Heim-Vögtlin zeichnete sich durch aussergewöhnliche Schaffenskraft aus. Sie setzte sich als Mutter und Berufsfrau unermüdlich für die Verbesserung der Situation der Bevölkerung und für das Frauenstimmrecht ein. Sie war Mitbegründerin der Schweizerischen Pflegerinnenschule mit Frauenspital in Zürich, dem ersten Spital in der Schweiz, das von Frauen geleitet wurde. Schliesslich gab sie auch Impulse für die Vernetzung der Ärztinnen untereinander, was nach ihrem Tod nachwirkte und insbesondere zur Gründung des heute noch aktiven Verbandes der Schweizer Ärztinnen «mws – medical women switzerland» führte.

Am 12. März 2016 fand die Jahrestagung der mws, zum Thema „100 Jahre Ärztinnen in der Schweiz – Von Marie Heim-Vögtlin bis heute“ statt.



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