Schweizerischer Verband der Akademikerinnen
Association Suisse des Femmes Diplômées des Universités

DACH-Freundschaftstreffen

mit den Kolleginnen aus dem Verband der Akademikerinnen Österreichs (VAÖ), aus dem Deutschen Akademikerinnenbund e.V. (DAB) und aus Holland.

DACH-Freundschaftstreffen 2017 in Graubünden, 6. bis 8. Oktober 2017

CHUR – WALTENSBURG – FALERA - ZILLIS

Das diesjährige DACH- Freundschaftstreffen der Akademikerinnen aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz findet in der südöstlichen Ecke der Schweiz, in Graubünden, statt.

Ein kulturhistorisches Programm erwartet Sie, aber natürlich auch Zeit zum Geniessen, Austauschen und Plaudern, neue Freundschaften schliessen und alte auffrischen.

 

Am Freitag um 15.30 Uhr starten wir mit einer historischen und kulturellen Führung durch die Stadt Chur. Am Samstag machen wir eine kunsthistorische Reise mit dem Car in die Surselva und ins Val Schons. Wir tauchen dabei in das Werk des sogenannten Waltensburger Meisters aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ein, besichtigen kurz die megalithische Kultstätte aus der mittleren Bronzezeit in Falera und lassen die bemalte Kirchendecke der Kirche St. Martin in Zillis aus der Epoche der Hochromanik auf uns wirken. Am Sonntag erhalten wir Einblick in das Frauenkulturarchiv Graubünden.

 

Das genaue Programm finden Sie hier, das Anmeldeformular hier.

 

Wir freuen uns auf Sie!

Das Organisationskomitee

Manuela Schiess, Lore Fuchs, Jacqueline von Sprecher

Grussbotschaft zum Jubiläum 90 Jahre Deutscher Akademikerinnenbund e.V. (DAB)

Basel, 21.8.2016

Keine Zukunft ohne uns – 90 Jahre Deutscher Akademikerinnenbund e.V.

Grussbotschaft der Präsidentin des Schweizerischen Verbands der Akademikerinnen (SVA)

Sehr geehrte Damen

Sehr geehrte 1. Vorsitzende des DAB, Frau Dr. Patricia Aden

Sehr geehrte 2. Vorsitzende des DAB, Frau Maria von Welser

Es ist mir eine grosse Freude und Ehre, Ihnen im Namen des SVA ganz herzlich zum 90jährigen Jubiläum gratulieren zu dürfen. Der DAB als einer der ältesten Frauenverbände Deutschlands hat sich über all die Jahre für die Förderung von Frauen und ihre Gleichberechtigung in Familie, Beruf und Politik eingesetzt.

Im Vergleich zu Deutschland scheint der Boden für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Schweiz allerdings noch steiniger zu sein, so blieben die Schweizer Frauen noch lange „im Laufgitter“, wie es die Schweizer Feministin Iris von Roten treffend formuliert hatte, und sie erlangten das Stimmrecht erst 1971, rund 50 Jahre später als die deutschen Frauen!

Immer am Puls der Zeit geblieben, setzt der DAB heute bei der Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses einen besonderen Akzent bei der Motivation von Mädchen für MINT-Berufe. In der Schweiz teilen wir dieses aktuelle Anliegen, werden doch zum Beispiel Mädchen in Physik bei gleicher Leistung von Junglehrpersonen deutlich schlechter benotet als Knaben, wie eine 2015 in der Schweiz, in Deutschland und Österreich durchgeführte Studie der ETH Zürich ergeben hat.

Ein Thema, das so gar nicht zur festlichen Stimmung eines Jubiläums passen mag, ist der Terror, der Europa in diesem Sommer erschüttert hat und welcher uns in Angst und Schrecken versetzen soll. Unser aller Alltag ist nicht mehr wie zuvor. Einerseits geht es um die Sicherheit, andererseits stellt sich die Frage, was diese Anschläge mit uns machen und wie die Gesellschaft darauf reagiert. Halten wir an unseren demokratischen Grundwerten und der Rechtsstaatlichkeit fest? Wir können über diese Fragen nicht genug diskutieren.

Um der Gewaltbereitschaft der jungen Männer zu begegnen, sind wir gerade auch in der Erziehung gefordert, in der Erziehung der jungen Menschen zum gewaltfreien Dialog, zum Respekt vor den Frauen und damit zum Frieden.

Eine dem Demokratiegedanken verpflichtete Zivilgesellschaft und somit auch ein der Frauenförderung verpflichteter Akademikerinnenverband können nur funktionieren, wenn ihnen Menschen angehören, die nicht nur – wie es heute teilweise „in“ ist –, fragen, was ihnen ein Dabeisein persönlich „bringt“. Die Frage muss vielmehr sein, was sie der Gesellschaft oder hier dem Verband bringen können. In diesem Sinne wünschen wir dem DAB viele engagierte, vor allem auch immer wieder neue junge Mitglieder!

Wir wünschen dem DAB alles Gute für die Zukunft, viel Energie und Erfolg bei der Erreichung der gesteckten Ziele!

Mit besten Grüssen, Doris Boscardin, Präsidentin SVA

Rückblick DACH-Freundschaftstreffen in Frankfurt am Main, 5. – 8. Mai 2016

Das letzte DACH-Treffen wurde vom DAB organisiert und fand vom 5. bis 8. Mai 2016 in Frankfurt statt. Der nachfolgende Bericht von Katharina Wanner Meyer, lic. phil. Erziehungsberaterin und Mitglied der Sektion Bern, erschien in der DAB-Publikation Konsens IV von 2016.

DACH- oder DNLCH-Treffen 2016 in Frankfurt am Main - Thema: Heute ist morgen gestern

Bei strahlendem Sonnenschein trafen am Auffahrtstag gegen Abend die angemeldeten Akademikerinnen aus drei Nationen im Hotel Friedberger Warte in Frankfurt ein. Es kamen zahlreiche Vertreterinnen aus Deutschland, einige Holländerinnen und meine Kollegin aus Thun. Die bescheidene Zweiervertretung aus der Schweiz wurde herzlich begrüsst. Österreicherinnen fehlten vollständig. Der Tagungsort war gut gewählt. Ein ruhiges, geräumiges und modernes Haus mit grosszügigen Tagungsräumen, Tiefgarage und Fitnessstudio. Letzteres konnte von den Teilnehmerinnen wegen des spannenden und intensiven Programms kaum genutzt werden.

Die drei sehr motivierenden, mit Eloquenz vorgetragenen Eröffnungsansprachen von Frau Dr. Rosemarie Killius, Vorsitzende der Regionalgruppe Frankfurt, von Frau Dr. Heilig, Stadträtin, Biologin und unsere Schirmherrin während der ganzen Tagung, und Frau Dr. Patricia Aden, Präsidentin des DAB, wurden von ansprechenden Violinvorträgen der Geigerin Henrjka Tronek mit dem Thema „romantische Miniaturen“ umrahmt. Die erste Vorsitzende des DAB, Frau Dr. Aden, erwies der Minderheit aus der Schweiz die Ehre, indem sie auf die lehrreiche Frankfurter Zeit von Heidi aus dem Buch von Johanna Spyri hinwies.

Im Anschluss stellte uns die Pädagogin Silvia Schott den Internationalen Bund vor, eine grosse Stiftung, welche sich zahlreichen sozialen Aufgaben in den Bereichen Bildung und Erziehung, Behindertenhilfe und Seniorenarbeit widmet.

Die Einstimmung war gelungen und beim gemeinsamen Nachtessen konnten bereits wertvolle Kontakte auch zu den sympathischen Vertreterinnen aus den Niederlanden geknüpft werden.

Der Morgen des 6. Mai war für Referate reserviert. Die Themen entsprachen den Interessen von Akademikerinnen, welche eventuell schon das dritte Alter erreicht haben. Zu den fundierten und professionell vorbereiteten Referaten wurden schriftliche Unterlagen verteilt. Diese ermöglichten eine individuelle Vertiefung und Nacharbeitung. Die Reihe eröffnete Frau Dr. med. Sonja Aevermann mit dem Thema „Gendermedizin, Lifestyle und Ernährung“. Die anschliessende Diskussion widerspiegelte das Interesse der Zuhörerinnen. Frau Dr. Hannah Rosenberg referierte zum Thema „Erwachsenenbildung als Diskurs“. Die aktuelle Thematik wurde von der Referentin auf der Metaebene abgehandelt. Einige Zuhörerinnen nahmen ihre Ausführungen deshalb als abgehoben wahr. Sehr gut dokumentiert und lehrreich war das Referat von Frau Daniela Schackis über „Die EZB, ihre Aufgabe und ihre Rolle in der Krise“. Für uns Schweizerinnen waren ihre klaren Informationen besonders wertvoll.

Die Strassenbahn führte uns am Nachmittag ins Zentrum der Stadt Frankfurt, wo uns unsere Schirmherrin mit Stadtrat Setzepfandt zur Stadtführung erwartete. Dieser erwies sich als sehr kompetent. Er vermittelte uns sein profundes Wissen über die Stadt Frankfurt mit viel Humor, Liebenswürdigkeit und didaktischem Geschick. Seine Erklärungen würzte er mit Anekdoten in Frankfurter Dialekt. Auf diese Weise konnte er vor unserem geistigen Auge die zerstörten Gebäude und Institutionen vergangener Zeiten wieder auferstehen lassen. Diese Zeitreise durch die Altstadt von Frankfurt führte an den verschiedenen Marktszenen vorbei zum Goethehaus. In dem nach einem Brand perfekt rekonstruierten Geburtshaus des grossen Dichters erlebten insbesondere die anwesenden Pädagoginnen mit einer gewissen Wehmut die reichhaltige häusliche Bildung in einem wohlhabenden Bürgerhaus des 18. Jahrhunderts. Schliesslich schilderte uns Herr Setzepfandt im Dom sehr detailliert das Krönungsritual der Kaiser und Könige. Wunderschöne Altstadthäuser, der Römer und die Römerburg als Fotokulissen sowie eine feine Frankfurter Marzipanspezialität durften bei diesem Rundgang selbstverständlich auch nicht fehlen.

Um 20 Uhr erwartete uns Frau Maria von Welser in unserem Tagungsraum zu ihrem Vortrag zu ihrem gleichnamigen Buch über „Wo Frauen nichts wert sind“. Da die Journalistin Afghanistan, Indien und den Kongo bereist hat, konnte die Referentin die fürchterlichen Schicksale der unterdrückten Frauen in diesen Ländern anschaulich schildern und dokumentieren. Es versteht sich von selbst, dass wir nachher nicht gerade in Einschlafstimmung waren. Mir persönlich blieben entsprechende Albträume erspart, so dass ich ausgeruht die Höhepunkte des Samstags erleben konnte.

Mit einem Kleinbus wurden wir zur Werft des Frankfurter Flughafens geführt. Nachdem die gründlichen Sicherheitskontrollen ergeben hatten, dass sich keine Terroristinnen unter die Akademikerinnen gemischt hatten, führte uns Flugkapitän Mathias Schedler zu einem Airbus der Lufthansa. Seine ausführlichen Erklärungen über das ausgeklügelte Sicherheitssystem ausserhalb und innerhalb des Flugzeugs fanden grosses Interesse bei den Vertreterinnen der verschiedensten Fakultäten und nicht nur bei der anwesenden Ingenieurin. Als wir uns bequem in den Liegesitzen der Business-Klasse niedergelassen hatten, bekamen manche Teilnehmerinnen Lust auf einen Langstreckenflug.

Vor der riesengrossen grünen Oase von Frankfurt erwarteten uns am Mittag unsere Schirmherrin und der Schweizer Botaniker Dr. Jenny, Direktor des Palmengartens. Wir waren nicht nur von der Grösse des Parks, sondern auch von der Vielfalt der Pflanzen aus den verschiedenen Klimazonen beeindruckt. Der Garten als Erholungsraum für die Stadtbewohner bietet zahlreiche Forschungsmöglichkeiten und dient als Ausbildungsstätte für angehende Berufsleute und Schulklassen. Spezielle Zonen sind für blinde Besucher eingerichtet. Einige Stunden genügten nicht, um den Palmengarten wirklich kennen zu lernen.

Der krönende Abschluss unserer dreitägigen Tagung bildete der Besuch des Heinrich Hoffmann & Struwwelpeter Museums. Nach einer geschickten Einführung, welche bei manchen Teilnehmerinnen Kindheitserinnerungen wachrief, konnten wir individuell die reichhaltige Sammlung bestaunen. Von der geschickten Anwendung der Museumspädagogik können viele Frankfurter Kinder und Lehrer profitieren.

Beim Abschiedsessen in der Friedberger Warte wurden wir mit kulinarischen und sprachlichen Frankfurter Spezialitäten verwöhnt. Zuerst mussten allerdings mehrere Damen noch eine Wissensprüfung bei Frau Dr. Killius bestehen. Anschliessend erhielten alle von ihr ein Diplom in Form des Jahresrezeptes von Frau Katharina Elisabeth von Goethe.

Zusammenfassend halte ich fest, dass uns der DAB viel geboten hat. Die grosse Arbeit der Organisatorin verdient unseren Dank. Nicht nur unser Heidi National hat in Frankfurt etwas gelernt. Auch ich durfte erfahren, mit welcher Kraft, Energie und Sachkompetenz Akademikerinnen in der dritten Lebensphase ihre vielfältigen Projekte und Aufgaben zum Wohle der Gesellschaft wahrnehmen.

Diese Feststellung stimmt mit den neueren Forschungen über die kognitive Entwicklung in dieser Lebensphase überein. Diese sind zukunftsweisend für die demografische Entwicklung unsere Gesellschaft.

 

Rückblick DACH-Freundschaftstreffen in Graz, 23. – 25. Oktober 2015

Bericht von Manuela Schiess Jörg, Vizepräsidentin SVA

Das Treffen der deutschen, österreichischen und schweizerischen Akademikerinnen fand 2015 in Graz statt und stand unter dem Motto „70 Jahre Frieden“ wie auch im Zeichen der Freundschaft und des Genusses.

Am Freitagmorgen zeigten verschiedene Berichte und ein Gespräch mit einer Zeitzeugin unterschiedliche Aspekte der britischen Besatzungszeit. Wie man sich auch heute für den Frieden einsetzen kann, referierte Frau Jutta Dier vom Friedensbüro in Graz.

Die Kriegs- und Nachkriegszeit in Graz wurde auch am Sonntagmorgen in der Stadtführung „Graz – very british“ thematisiert. Die Stadtführerin zeigte Graz nicht nur touristisch, sondern gab auch viele Informationen zum Geschehen während der Besatzungszeit.

Am Freitagnachmittag zeigte eine Führung im Schloss- und Schlüsselmuseum raffinierte Mechanismen und verschiedenste Schlüssel. Und am Abend waren die fast siebzig Teilnehmerinnen des DACH-Treffens zum herzlichen Empfang im Rathaus geladen.

Der Samstag stand unter dem Motto des Genusses und der Freundschaft. Auf einem Ausflug in die Oststeiermark besuchten wir die Schokoladenmanufaktur Zotter, besichtigten die Riegersburg, assen im Schloss Kornberg und verköstigten uns auch in der Produktionsstätte des Vulcano-Schinkens. Einen schönen Abschluss fand der wunderschöne, sonnige, gesellige und fröhliche Tag bei einer steirischen Jausn.

Den Organisatorinnen unter der Leitung der Präsidentin Elisabeth Györfy und den steirischen Vorsitzenden Maxie Uray-Frick und Gerhild Hansen sei ganz herzlich für das interessante, wunderbare Treffen gedankt.

DACH-Treffen in Basel, 16.-18. Juni 2014

Bericht von Manuela Schiess Jörg, Vizepräsidentin SVA  

Seit dem Jahre 2008 nehmen die deutschsprachigen Sektionen des SVA aktiv teil am DACH-Freundschaftstreffen, dem jährlichen Treffen der Akademikerinnen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Das diesjährige Treffen in der Schweiz fand zusammen mit dem 90-Jahr-Jubiläum des SVA statt. Es war schön, dass so viele Mitglieder aus den befreundeten Verbänden mit uns feierten.

Am Freitag Abend trafen sich die DACH-Teilnehmerinnen in der Mission 21, wo sie Interessantes über die Basler Mission erfuhren und im Archiv einen Augenschein nehmen konnten. Der Abend klang beim gemeinsamen Nachtessen aus.

Am Samstag war die eigentliche Jubiläumsfeier und die öffentliche Veranstaltung „Zutritt nur für Frauen – Frauennetzwerke heute“. Im Hotel Merian genossen alle das Festessen und eine Überraschung: Vogel Gryff, Wild Maa und Leu führten ihre traditionellen Tänze vor. Die Kinder des Waisenhauses liessen uns das Fest des Vogel Gryff erleben, das die drei Ehrengesellschaften Kleinbasels jeweils im Januar durchführen.

Am Sonntag führte Dr. Daniel Reicke, Kunsthistoriker und Bauforscher, die DACH-Teilnehmerinnen in einer historischen Stadtführung vom Münster zum Rathaus. Vordergründiges (z.B. die verschiedenen Steine am Basler Münster) wie auch Hintergründiges (z.B. das Konzil in Basel und seine Auswirkungen) kam dabei auf interessante, angenehme Weise an die Sonne. Den Abschluss bildete das Essen im Restaurant Stadthof, wo man sich nochmals austauschte, alte Freundschaften vertiefte und neue Bekanntschaften schloss – alles auch in Vorfreude auf das nächste DACH-Treffen im Herbst 2015 in Graz.

Den Organisatorinnen aus Basel sei herzlich gedankt.

Programm: PDF 195 KB



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